Bildung
Forschung
Diskurs
Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung Selbstverständnis
Das Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) ist ein bundesweit tätiges Institut mit Sitz in Berlin, das Projekte und Programme im Bereich antisemitismuskritischer Bildung und Forschung entwickelt und umsetzt. Hervorgegangen aus einer 2007 gegründeten Fachstelle in Thüringen, wurde das KOAS 2014 als Institut in Trägerschaft der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. in Berlin etabliert.
Seit der Gründung koordiniert und konzipiert das KOAS Bildungsprojekte und Netzwerke, entwickelt innovative Bildungsprogramme, fördert fachlichen Austausch, qualifiziert und begleitet Prozesse der antisemitismuskritischen Organisationsentwicklung und berät fachpolitische Entscheidungsträger*innen. Seit 2017 forscht das KOAS zu Antisemitismus in institutionellen und gesellschaftlichen Kontexten.
Mit dem Dreiklang »Bildung, Forschung und Diskurs« verfolgt das KOAS das Ziel, die Antisemitismuskritik als wissenschaftliches, pädagogisches und gesellschaftliches Handlungsfeld weiterzuentwickeln, fachliche Debatten anzuregen, und den wechselseitigen Transfer zwischen Wissenschaft, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft zu fördern. Die Verbindung zwischen Bildung, Forschung und Transfer bildet dabei nicht nur einen inhaltlichen, sondern einen methodischen Leitgedanken des KOAS. Erkenntnisse aus Praxis und empirischer Forschung werden systematisch aufgearbeitet und über Fachkonferenzen, Studienberichte, Publikationen sowie zielgruppenspezifische Bildungs-, Transfer und Diskursformate in Fachdebatten, institutionelle Kontexte und die pädagogische Praxis eingebracht.
Die seit 2021 bestehende Forschungskooperation mit der Fachhochschule Potsdam wurde 2026 in eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) an der Universität Tübingen überführt. Damit werden die Forschungsaktivitäten am KOAS weiter gestärkt und zugleich die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Lehre gezielt ausgebaut.
Seit 2025 ist das KOAS zudem Partner im Kooperationsverbund Antisemitismus (KOVA), der im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« gefördert wird.
Themenspezifische Vorträge, Bildungsprogramme, Workshops und Seminare können jederzeit angefragt werden.
Aktuelles
Nächste Veranstaltungen
Fortbildung »Antisemitismus als Teil sozialer Praxis«
30. September 2026 , 9:00 – 16:00 Uhr
Podiumsdiskussion mit Marina Chernivsky auf der Veranstaltung »Der 7. Oktober 2023 und die Folgen. Jüdisches Leben nach einer Zäsur.«
5. Oktober 2026 , 18:00 – 16:00 Uhr
Fortbildungen »Zum Umgang mit aktuellem Antisemitismus in der polizeilichen Arbeit«
6. Oktober 2026 , 18:00 – 16:00 Uhr
Neues Forschungsprojekt „KiDem – Jüdische Kindertagesstätten und demokratische Teilhabe“
Online-Vorstellung des finalen Studienberichts
NEU! AKTIF – Professionalisierungsprogramm für Fachkräfte im Umgang mit Antisemitismus in Institutionen
Ausschreibung Praktikum September bis Dezember 2026
Factsheet zur Studie »Umgang mit Antisemitismus im Kontext der Polizei in Thüringen« von M.Chernivsky, F. Lorenz-Sinai, H. Balzer und S. Hoppe
Romina Wiegemann zu Gast in der Podcastfolge »Antisemitismuskritische Bildung in der KiTa« (Folge 17)
Leseempfehlung – Marina Chernivsky (2025) Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung
Flyer und Broschüren
